Ilse Pogatschnigg

Mein Interesse daran, wie Staat und Zusammenleben organisiert sind und funktionieren, hat mich zum Studium der Rechtswissenschaften gebracht, um danach als Innenpolitik-Journalistin und in meiner Promotion über die Parteien im Parlament festzustellen, dass die Praxis anders funktioniert. Als Mediatorin und Coach arbeite ich jetzt auf individueller Ebene damit, die Bedürfnisse und das, was Menschen wirklich wollen und wo ihr Potenzial liegt, zu erkennen und diesen Schatz zu heben, damit sie den nächsten Schritt machen können.

Mit Art of Hosting, den Bürgerräten und damit verwandten Methoden, schließt sich für mich der Kreis wieder zurück zur Frage des Zusammenlebens: Gemeinsam und angedockt an unser innerstes wahres Wesen und Sein gemeinsam den Lebensraum zu gestalten – sei es in einem Team, in einem Verein oder sonstigen Gruppe und auch dort, wo wir uns ausmachen, welche Regeln wir uns für ein Land und auf diesem Kontinent geben und wie wir die Welt weiterbringen wollen. Ich bin überzeugt, dass wir in der immer komplexer werdenden Welt mit den vielen Umbrüchen und Fragestellungen das Wissen, die Weisheit und die Erfahrung von allen brauchen. Um diese Schätze zu heben und zu nützen, brauchen wir Rahmenbedingungen für gute Gespräche.

Im Team des Greenleaf Center for Servant-Leadership in Brüssel trage ich dazu bei, Führung und Leitung auf eine menschlichere, authentischere Ebene zu bringen. Daneben habe ich den Waldviertler Salons angestoßen und mitgegründet. Dort und im Pro Action Café Brüssel bin ich eine der Gastgeberinnen.

Neben meinen journalistischen Arbeiten bin ich Mitherausgeberin und Autorin, u. a. bei den Publikationen „Ein Jahr nach der EU-Erweiterung 2004 – eine rechtspolitische Zwischenbilanz“ und „Ich kann ja nicht androgyn werden. Geschlechtsspezifische Aspekte in der Mediation“.